Bewegt vom Qi

Ethik und Ästhetik des Atmens

Qigong Workshop C9
mit Prof. Dr. em. Gudula Link

Zusammenfassung

Die Austauschbarkeit von Qi, Atem und Wind als „Atem der Erde“ ist vom Beginn des chinesischen Denkens an belegt. Damit verknüpft ist eine Ethik der Verbundenheit, denn wir gehören, so schon Zhuangzi, zu den „Lebewesen, die den Atem miteinander tauschen“. Trotz der „Atemvergessenheit“ der offiziellen europäischen Philosophie gibt es seit dem 18. Jh. philosophische Bemühungen um den Atem, den Körper, die Elemente und den Leib, an die wir heute anschließen können auf der Suche nach einer Ethik der Intersubjektivität: „Atem ist der erste Name der Liebe“ (Schelling).

Ästhetik des Atmens meint Zweierlei:

  1. Die Rolle des Qi in den chinesischen Künsten, die nichts anderes sind als „Qigong“, wörtlich: „Arbeit mit dem Qi“.
  2. Zhuangzis Aufforderung: „… Höre es mit dem Atem (Qì)!“ weist das Qi als Spürorgan aus neben den anderen Sinnesorganen: Ästhetik in der ursprünglichen Bedeutung von aisthesis = Wahrnehmung.

Inhalt

Im Workshop geht es in Theorie und Praxis um Muster und Modulationen des Atmens und die bewusste Verknüpfung von Atem und Bewegung an ausgewählten Übungen aus dem Oldenburger Repertoire.

Ziel / Nutzen

Verknüpfung von Philosophie und Praxis: Mehr Bewusstheit ins Leben!

Für wen ist dieser Workshop interessant ?

Wer Freude hat an Selbst- und Weltbesinnung und intensivierten Spürübungen.

Referentin

Prof. em. Dr. Gudula Link

Sinologin

Gudula Linck